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Zahnimplantat Kosten: Was Sie wirklich zahlen Eigenanteil verstehen und gezielt senken

Die Krankenkasse zahlt 553 bis 691 Euro Kassenzuschuss, den Rest tragen Sie selbst. Sieben Spartipps helfen dabei

Das Wichtigste in Kürze

  • check Ein Einzelzahnimplantat kostet im Seitenzahnbereich 1.800 bis 3.500 Euro, im Frontzahnbereich 2.500 bis 4.500 Euro. Sieben Faktoren bestimmen den Preis.
  • check Die Krankenkasse zahlt einen Kassenzuschuss von 553 bis 691 Euro, abhängig vom Bonusheft. Den restlichen Eigenanteil von 1.400 bis 2.500 Euro tragen Sie selbst.
  • check Eine Zahnzusatzversicherung kann den Eigenanteil auf unter 400 Euro senken. Frühzeitiges Abschließen lohnt sich, weil die Erstattung in den ersten Jahren begrenzt ist.
  • check Ein Knochenaufbau kostet je nach Verfahren 150 bis 1.500 Euro zusätzlich und ist besonders im Oberkiefer häufig nötig.
Zahnimplantat Kosten: Was Sie wirklich zahlen
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Inhaltsverzeichnis

1. Warum sind Zahnimplantate so teuer?

Ein einzelnes Zahnimplantat kostet zwischen 1.800 und 3.500 Euro im Seitenzahnbereich. Im Frontzahnbereich steigen die Zahnimplantat-Kosten auf 2.500 bis 4.500 Euro, weil hier die ästhetischen Anforderungen deutlich höher sind. Das ist viel Geld für einen einzelnen Zahn. Doch hinter diesen Summen steckt ein aufwendiger Prozess, der Präzisionsarbeit, hochwertige Materialien und spezialisierte Fachkenntnisse vereint.

Im Backenzahnbereich liegen die Kosten am unteren Ende der Spanne, weil hier die Ästhetik weniger Gewicht hat. Dafür ist im Oberkiefer-Seitenzahnbereich häufiger ein Knochenaufbau nötig, der die Rechnung um mehrere hundert Euro erhöht. Unterm Strich ist jede Implantation individuell kalkuliert.

Der Preis für ein Zahnimplantat setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen. Sieben Faktoren bestimmen, wie teuer Ihr Implantat am Ende wird.

  • Implantatsystem: Hersteller wie Straumann oder Nobel Biocare verwenden unterschiedliche Materialien und Designs. Die Preisunterschiede zwischen Premium- und No-Name-Systemen können mehrere hundert Euro betragen.
  • Zahnposition: Frontzähne erfordern aufwendigere ästhetische Versorgung als Backenzähne. Das schlägt sich im Preis nieder.
  • Knochenaufbau: Reicht das Knochenangebot nicht aus, wird vor oder während der Implantation ein Knochenaufbau nötig. Die Zusatzkosten liegen zwischen 150 und 1.500 Euro.
  • Material der Krone: Die Suprakonstruktion, also Krone oder Brücke auf dem Implantat, kostet je nach Material zwischen 500 und 2.000 Euro.
  • Zahnarzt-Qualifikation: Spezialisierte Implantologen berechnen höhere Honorare als Allgemeinzahnärzte. Der GOZ-Steigerungsfaktor liegt zwischen 2,3 und 3,5.
  • 3D-Planung: Ein digitales Volumentomogramm (DVT) für die computergestützte Planung kostet 200 bis 500 Euro.
  • Laborkosten: Die individuelle Anfertigung der Krone im zahntechnischen Labor ist Handarbeit und ein erheblicher Kostenfaktor.

Wie viel ein einzelner Zahn genau kostet, hängt also stark von Ihrer persönlichen Situation ab. Einen detaillierten Kostenüberblick für Einzelzahnimplantate finden Sie in unserem Ratgeber. Die genaue Zusammensetzung der Kosten erklären wir im nächsten Abschnitt.

Wie stark die Zahnposition den Preis beeinflusst, zeigt unser Ratgeber Zahnimplantat Kosten nach Zahnposition: Backenzahn, Frontzahn & Co. .

Quellen: KZBV

2. Kostenzusammensetzung im Detail

Wer einen Heil- und Kostenplan vom Zahnarzt erhält, sieht dort mehrere Einzelpositionen. Die Gesamtkosten für ein Zahnimplantat mit Krone setzen sich aus vier Hauptbereichen zusammen: dem Implantat selbst, dem Verbindungsstück (Abutment), der Krone und der Diagnostik.

Die folgende Tabelle zeigt die typische Aufschlüsselung der Kosten für ein einzelnes Zahnimplantat.

Kostenposition Preisspanne
Implantat (chirurgische Komponente) 1.100–2.500 Euro
Abutment (Verbindungsstück) 200–500 Euro
Krone (Suprakonstruktion) 500–2.000 Euro
3D-Diagnostik (DVT) 200–500 Euro
Provisorium 100–400 Euro
Gesamtkosten Einzelzahn 1.800–3.500 Euro

Die größte Preisspanne entsteht bei der Krone. Hier spielt das Material die entscheidende Rolle: Vollkeramik-Kronen sind teurer als metallkeramische Varianten, bieten aber eine natürlichere Ästhetik, besonders im sichtbaren Frontzahnbereich.

Titan oder Keramik: Was kostet das Implantat selbst?

Auch beim Implantat selbst beeinflusst das Material den Preis erheblich. Rund 95 Prozent aller gesetzten Implantate bestehen aus Titan. Keramikimplantate sind eine metallfreie Alternative, kosten aber deutlich mehr.

Eigenschaft Titan-Implantat Keramik-Implantat
Kosten pro Implantat 1.500–2.500 Euro 2.000–4.000 Euro
Marktanteil ca. 95 % ca. 5 %
Mehrkosten Referenzpreis 30–50 % teurer

Der Preisunterschied zwischen Titan und Keramik liegt bei 30 bis 50 Prozent. Keramik eignet sich vor allem für Patienten mit Metallunverträglichkeit oder dem Wunsch nach einer vollständig metallfreien Versorgung. Für die meisten Patienten bietet Titan aber das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis: bewährt, langlebig und deutlich günstiger.

GOZ-Abrechnung: Warum der Steigerungsfaktor zählt

Die zahnärztliche Behandlung wird nach der Gebührenordnung für Zahnärzte ( GOZ ) abgerechnet. Der Steigerungsfaktor bestimmt den Endpreis: Der Regelsatz liegt bei 2,3-fach, bei erhöhtem Aufwand kann der Zahnarzt bis zum 3,5-fachen Satz berechnen. Für Sie bedeutet das: Vergleichen Sie den Steigerungsfaktor auf dem Heil- und Kostenplan. Ein niedrigerer Faktor senkt Ihre Kosten direkt.

Quellen: KZBV

Wie sich die Kosten auf die einzelnen Behandlungsphasen verteilen und welche Schritte wann anfallen, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Ablauf: Schritt für Schritt erklärt .

Bei einer Vollversorgung des Kiefers mit All-on-4 oder All-on-6 sind die Kosten anders strukturiert — alle Details in unserem Ratgeber All-on-4 Kosten: Was die Behandlung wirklich kostet .

3. Was zahlt die Krankenkasse bei Implantaten?

Angesichts der Gesamtkosten stellt sich für gesetzlich Versicherte eine dringende Frage: Wie viel übernimmt die Krankenkasse? Die kurze Antwort: Die GKV zahlt einen Festzuschuss, der sich an der Regelversorgung orientiert, nicht am Implantat selbst.

Festzuschuss statt Kostenerstattung

Die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich an Zahnersatz mit einem befundorientierten Festzuschuss . Das bedeutet: Für jeden zahnmedizinischen Befund gibt es eine festgelegte Regelversorgung, meist eine Brücke. Die Kasse zahlt einen prozentualen Anteil dieser Regelversorgung. Ob Sie sich stattdessen für ein Implantat entscheiden, bleibt Ihnen überlassen. Der Zuschuss bleibt gleich, die Mehrkosten tragen Sie selbst.

Wie hoch der Festzuschuss ausfällt, hängt von Ihrem Bonusheft ab. Je lückenloser Ihre Vorsorgenachweise, desto mehr zahlt die Kasse.

Bonusheft Zuschuss-Anteil Beispiel Befund 2.1 (Einzelzahnlücke)
Ohne Bonusheft 60 % ca. 553 Euro
5 Jahre lückenlos 70 % ca. 645 Euro
10 Jahre lückenlos 75 % ca. 691 Euro

Der Unterschied zwischen 60 und 75 Prozent beträgt bei einer Einzelzahnlücke rund 138 Euro. Über ein ganzes Gebiss summiert sich das schnell. Deshalb lohnt es sich, das Bonusheft konsequent zu führen und bei jedem Zahnarztbesuch abstempeln zu lassen.

Konkret bedeutet das: Bei einem Implantat für 2.500 Euro und einem Festzuschuss von 645 Euro bleibt ein Eigenanteil von 1.855 Euro. Selbst mit maximalem Bonus von 691 Euro zahlen Sie noch über 1.800 Euro aus eigener Tasche. Für viele Patienten ist das der Punkt, an dem eine Zahnzusatzversicherung ins Spiel kommt.

Härtefallregelung und Ausnahmen

Für Versicherte mit geringem Einkommen gibt es die Härtefallregelung. Wer als Alleinstehender weniger als 1.582 Euro brutto im Monat verdient, erhält den doppelten Festzuschuss. Die Kasse übernimmt damit die kompletten Kosten der Regelversorgung, also der Brücke. Für ein Implantat reicht dieser Zuschuss in der Regel nicht aus, reduziert aber den Eigenanteil deutlich.

In seltenen Fällen übernimmt die GKV die Implantat-Kosten vollständig: nach einer Tumoroperation im Kieferbereich, nach einem schweren Unfall oder bei angeborenen Fehlbildungen. Diese Ausnahmen betreffen nur wenige Patienten.

Bevor die Behandlung beginnt, erstellt Ihr Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan . Diesen reichen Sie bei Ihrer Krankenkasse ein, um den genauen Zuschuss zu erfahren. Einen ausführlichen Überblick über die GKV-Leistungen bei Zahnimplantaten finden Sie in unserem Ratgeber.

Quellen: KZBV

4. Zahnzusatzversicherung für Implantate

Der GKV-Festzuschuss deckt nur einen Teil der Implantat-Kosten. Wer den Eigenanteil von oft 1.400 bis 2.500 Euro senken möchte, kann eine Zahnzusatzversicherung für Implantate abschließen. Ob sich das lohnt, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.

Rechenbeispiel: Einzelzahnimplantat für 2.500 Euro

Bei einem Einzelzahnimplantat mit Gesamtkosten von 2.500 Euro und einem GKV-Zuschuss von 691 Euro (10 Jahre Bonusheft) beträgt der Eigenanteil ohne Zusatzversicherung 1.809 Euro. Mit einer Zahnzusatzversicherung lässt sich dieser Eigenanteil deutlich reduzieren oder sogar auf null senken.

Tarif Erstattung Implantate Eigenanteil Monatsbeitrag (Alter 31–40)
DFV Zahnschutz Exklusiv 100 100 % 0 Euro 37,70 Euro
Allianz Mein Zahnschutz 90 90 % ca. 250 Euro 23,58 Euro
Gothaer MediZ Smile 85 85 % ca. 375 Euro 19,00 Euro

Alle drei Tarife leisten ab dem ersten Tag, begrenzt durch eine Zahnstaffel. Das heißt: In den ersten Jahren gibt es ein jährliches Erstattungsmaximum, das schrittweise steigt. Bei der Allianz sind es 1.000 Euro im ersten Jahr, 2.000 im zweiten und 3.000 im dritten. Ab dem vierten Jahr entfällt die Begrenzung. Wer also frühzeitig eine Versicherung abschließt, hat zum Zeitpunkt der Behandlung bereits die volle Leistung verfügbar.

Amortisationsrechnung: Allianz Mein Zahnschutz 90

Lohnt sich die Versicherung finanziell? Ein konkretes Beispiel: Die Allianz kostet 23,58 Euro monatlich, also rund 283 Euro im Jahr. Nach drei Jahren haben Sie etwa 849 Euro an Beiträgen gezahlt. Benötigen Sie dann ein Implantat für 2.500 Euro, erstattet die Allianz rund 1.605 Euro. Abzüglich der gezahlten Beiträge bleibt ein Netto-Vorteil von etwa 756 Euro.

Bereits nach einem einzigen Implantat hat sich die Versicherung in diesem Beispiel mehr als bezahlt. Gleichzeitig sind auch andere Leistungen wie professionelle Zahnreinigungen oder hochwertiger Zahnersatz mitversichert. Ob sich eine Zahnzusatzversicherung generell für Sie lohnt , hängt von Ihrem persönlichen Risikoprofil ab. Einen ausführlichen Vergleich der besten Tarife für Implantate finden Sie in unserem Ratgeber.

Welche Risiken und Komplikationen abgesichert werden sollten, erklärt unser Ratgeber Zahnimplantat Risiken: Komplikationen erkennen und vermeiden .

5. Knochenaufbau: Zusatzkosten und Verfahren

Nicht jeder Kiefer bietet genug Knochensubstanz für ein Implantat. Besonders im Oberkiefer-Seitenzahnbereich ist der Knochen häufig zu dünn oder zu niedrig. In solchen Fällen muss vor oder während der Implantation ein Knochenaufbau erfolgen. Das treibt die Gesamtkosten nach oben.

Je nach Ausgangssituation kommen unterschiedliche Verfahren zum Einsatz. Die Kosten variieren stark, abhängig von der Methode und dem Umfang des Eingriffs.

Verfahren Kosten Typische Anwendung
Knochenanlagerung 150–430 Euro Kleinere Defekte, geringer Knochenabbau
Interner Sinuslift 300–500 Euro Mäßig reduzierter Knochen im Oberkiefer
Externer Sinuslift 800–1.400 Euro Stark reduzierter Knochen im Oberkiefer-Seitenzahnbereich
Knochenblock 700–1.250 Euro Größere Defekte, eigener Knochen wird transplantiert
Bone Splitting 1.000–1.500 Euro Schmaler Kieferkamm wird aufgeteilt

Die günstigste Variante, die Knochenanlagerung, beginnt bei 150 Euro. Ein externer Sinuslift kann dagegen bis zu 1.400 Euro kosten. Welches Verfahren nötig ist, zeigt die 3D-Diagnostik (DVT) vor der Behandlung.

Ob ein Knochenaufbau nötig ist, hängt von der Zahnposition und der individuellen Knochensituation ab. Im Oberkiefer-Seitenzahnbereich kommt es besonders häufig vor, weil die Kieferhöhle den verfügbaren Knochen begrenzt. Im Unterkiefer ist der Knochen oft stabiler, hier entfällt der Aufbau in vielen Fällen. Fragen Sie Ihren Zahnarzt gezielt nach der Notwendigkeit, bevor Sie den Heil- und Kostenplan unterschreiben.

Rechenbeispiel: Implantat mit externem Sinuslift

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht die Gesamtkosten mit Knochenaufbau: Ein Einzelzahnimplantat im Oberkiefer-Seitenzahnbereich mit externem Sinuslift kostet insgesamt rund 3.800 Euro. Ohne den Sinuslift lägen die Kosten bei etwa 2.500 Euro. Der Knochenaufbau erhöht die Rechnung in diesem Fall um rund 1.300 Euro.

Die gute Nachricht: Viele Zahnzusatzversicherungen erstatten auch den Knochenaufbau. Die drei im vorherigen Abschnitt genannten Tarife übernehmen Knochenaufbau-Kosten zu 85 bis 100 Prozent. Ausführliche Informationen zu Verfahren und Risiken finden Sie in unserem Ratgeber Knochenaufbau beim Implantat .

Quellen: KZBV

6. Implantat-Kosten senken: 7 Spartipps

Neben der Zahnzusatzversicherung gibt es weitere Möglichkeiten, die Kosten für ein Zahnimplantat zu senken. Einige Tipps sparen direkt Geld, andere verbessern Ihre Verhandlungsposition gegenüber dem Zahnarzt.

  1. Bonusheft lückenlos führen: Ein vollständiges Bonusheft über 10 Jahre erhöht den GKV-Festzuschuss von 60 auf 75 Prozent. Bei einer Einzelzahnlücke sind das rund 138 Euro mehr Zuschuss.
  2. Zweitmeinung und Heil- und Kostenplan vergleichen: Die Preisunterschiede zwischen Zahnarztpraxen betragen bis zu 30 Prozent. Holen Sie mindestens zwei Angebote ein und vergleichen Sie die GOZ-Steigerungsfaktoren.
  3. Zahnklinik oder Uniklinik nutzen: Universitätskliniken und größere Zahnkliniken bieten Implantat-Behandlungen oft 20 bis 30 Prozent günstiger an, weil Assistenzärzte unter Aufsicht erfahrener Spezialisten arbeiten.
  4. Zahnzusatzversicherung frühzeitig abschließen: Je früher Sie eine Versicherung abschließen, desto günstiger sind die Beiträge. Vor allem profitieren Sie von einer bereits ausgeschöpften Zahnstaffel, wenn die Behandlung dann ansteht.
  5. Importlabor für den Zahnersatz: Die Krone kann in einem zertifizierten Importlabor gefertigt werden. Das spart 30 bis 50 Prozent der Laborkosten, ohne Qualitätseinbußen bei der Versorgung.
  6. Kosten steuerlich absetzen: Implantat-Kosten können Sie als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung geltend machen. Wie viel Sie tatsächlich sparen, hängt von Ihrem Einkommen und der zumutbaren Belastungsgrenze ab.
  7. Ratenzahlung oder 0%-Finanzierung: Viele Praxen bieten eine Ratenzahlung an. Das senkt zwar nicht die Gesamtkosten, macht aber die Behandlung finanziell leichter planbar.

Ausführliche Informationen zur Finanzierung von Zahnimplantaten finden Sie in unserem Ratgeber. Eine weitere Option ist die Behandlung im Ausland . In Ländern wie Ungarn oder der Türkei liegen die Kosten für ein Zahnimplantat deutlich unter dem deutschen Niveau. Allerdings sollten Sie Folgekosten, Anreise und mögliche Komplikationen einkalkulieren. Mehr dazu in unserem Ratgeber Zahnbehandlung im Ausland .

Die meisten Patienten kombinieren mehrere dieser Tipps. Ein Bonusheft, eine Zweitmeinung und eine frühzeitig abgeschlossene Zahnzusatzversicherung zusammen können den Eigenanteil um mehr als die Hälfte senken.

7. Fazit: Implantat-Kosten verstehen und planen

Ein Einzelzahnimplantat kostet zwischen 1.800 und 3.500 Euro. Die GKV übernimmt davon 553 bis 691 Euro als Festzuschuss. Der Eigenanteil liegt damit häufig zwischen 1.400 und 2.500 Euro. Mit einer Zahnzusatzversicherung lässt sich dieser Eigenanteil auf unter 400 Euro oder sogar auf null senken.

Trotz der hohen Anfangskosten sind Zahnimplantate langfristig eine sinnvolle Investition: Mit einer Erfolgsquote von 90 bis 95 Prozent nach zehn Jahren und einer Lebensdauer von 15 bis über 20 Jahren halten sie deutlich länger als eine Brücke , die in der Regel nach 10 bis 15 Jahren erneuert werden muss.

Drei Schritte helfen Ihnen, die Kosten in den Griff zu bekommen.

  1. Heil- und Kostenplan erstellen lassen: Ihr Zahnarzt listet alle Positionen detailliert auf. Vergleichen Sie mindestens zwei Angebote.
  2. Bonusheft prüfen: Ein lückenlos geführtes Bonusheft erhöht den GKV-Zuschuss um bis zu 25 Prozent.
  3. Zahnzusatzversicherung vergleichen: Tarife mit 85 bis 100 Prozent Erstattung für Implantate senken den Eigenanteil erheblich.

Wer die Kosten kennt, den Zuschuss optimiert und Angebote vergleicht, kann den Eigenanteil für ein Zahnimplantat erheblich senken. Die Investition lohnt sich: Ein gut gesetztes Implantat hält in der Regel über 15 Jahre und bietet mehr Komfort als jede herausnehmbare Alternative.

Einen umfassenden Überblick über Ablauf, Materialien und Risiken finden Sie auf unserer Ratgeberseite zum Zahnimplantat .

8. Häufige Fragen

Ein Einzelzahnimplantat mit Krone kostet im Seitenzahnbereich zwischen 1.800 und 3.500 Euro. Im Frontzahnbereich liegen die Kosten bei 2.500 bis 4.500 Euro, weil die ästhetischen Anforderungen an die Krone höher sind.

Der Preis setzt sich aus dem Implantat selbst (1.100 bis 2.500 Euro), dem Abutment (200 bis 500 Euro) und der Krone (500 bis 2.000 Euro) zusammen. Hinzu kommen Kosten für Diagnostik und gegebenenfalls ein Provisorium.

Lassen Sie sich vor der Behandlung einen detaillierten Heil- und Kostenplan erstellen, um die Kosten für Ihre Situation genau zu kennen.

Ja, die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen befundorientierten Festzuschuss. Dieser richtet sich allerdings nach der Regelversorgung (Brücke), nicht nach dem Implantat selbst.

Bei einer Einzelzahnlücke beträgt der Zuschuss je nach Bonusheft zwischen 553 und 691 Euro. Ohne Bonusheft gibt es 60 Prozent, mit lückenlosem Bonusheft über 10 Jahre bis zu 75 Prozent. Für Versicherte mit geringem Einkommen unter 1.582 Euro brutto gibt es die Härtefallregelung mit doppeltem Festzuschuss.

Führen Sie Ihr Bonusheft konsequent und reichen Sie den Heil- und Kostenplan vor der Behandlung bei Ihrer Kasse ein.

In vielen Fällen lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung finanziell. Bereits nach einem einzelnen Implantat kann die Erstattung die gezahlten Beiträge übersteigen.

Ein Beispiel: Die Allianz Mein Zahnschutz 90 kostet rund 283 Euro im Jahr. Nach drei Jahren Beitragszahlung von insgesamt 849 Euro erstattet der Tarif bei einem Implantat für 2.500 Euro etwa 1.605 Euro. Das ergibt einen Netto-Vorteil von rund 756 Euro. Voraussetzung ist, dass die Zahnstaffel bereits ausreichend hoch ist.

Schließen Sie eine Versicherung möglichst frühzeitig ab, damit die Zahnstaffel zum Zeitpunkt der Behandlung bereits ausgeschöpft ist.

Ja, Zahnimplantat-Kosten können Sie als außergewöhnliche Belastung in Ihrer Steuererklärung geltend machen. Der Eigenanteil nach Abzug von Krankenkassenzuschuss und Versicherungserstattung ist absetzbar.

Wie viel Sie tatsächlich sparen, hängt von Ihrem Einkommen und der zumutbaren Belastungsgrenze ab. Erst wenn Ihre Gesundheitskosten diese Grenze überschreiten, wirkt sich der Betrag steuermindernd aus. Bei höheren Implantat-Kosten oder mehreren Behandlungen im selben Jahr ist die Wahrscheinlichkeit einer Steuerersparnis größer.

Sammeln Sie alle Belege und Rechnungen und besprechen Sie die Absetzbarkeit mit Ihrem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein.

Ein Zahnimplantat mit Knochenaufbau kostet je nach Verfahren zwischen 2.000 und 5.000 Euro. Bei einem Implantat im Oberkiefer mit externem Sinuslift liegt der Gesamtpreis bei rund 3.800 Euro.

Die Kosten für den Knochenaufbau allein liegen zwischen 150 Euro bei einer Knochenanlagerung und bis zu 1.500 Euro bei aufwendigen Verfahren wie Bone Splitting. Ein interner Sinuslift ist mit 300 bis 500 Euro deutlich günstiger als ein externer Sinuslift mit 800 bis 1.400 Euro.

Fragen Sie Ihren Zahnarzt, ob ein Knochenaufbau in Ihrem Fall nötig ist. Das zeigt sich oft erst nach der 3D-Diagnostik.

Die Preisunterschiede entstehen durch mehrere Faktoren: Implantatsystem, Zahnposition, Material der Krone, Zahnarzt-Qualifikation und Region. Ein Frontzahnimplantat kostet bis zu 4.500 Euro, ein Seitenzahnimplantat beginnt bei 1.800 Euro.

Auch das Implantat-Material beeinflusst den Preis erheblich. Keramikimplantate sind 30 bis 50 Prozent teurer als Titan. Dazu kommt der GOZ-Steigerungsfaktor, den jeder Zahnarzt individuell festlegen kann: Zwischen dem 2,3-fachen Regelsatz und dem 3,5-fachen Höchstsatz liegen oft mehrere hundert Euro Unterschied.

Vergleichen Sie den Steigerungsfaktor auf verschiedenen Heil- und Kostenplänen, um den günstigsten Anbieter bei gleicher Qualität zu finden.

Es gibt mehrere Wege, die Implantat-Kosten zu senken. Die effektivsten sind ein lückenlos geführtes Bonusheft (bis zu 25 Prozent mehr GKV-Zuschuss) und eine frühzeitig abgeschlossene Zahnzusatzversicherung.

Zusätzlich können Sie durch eine Zweitmeinung bis zu 30 Prozent einsparen. Zahnkliniken und Unikliniken behandeln oft 20 bis 30 Prozent günstiger als niedergelassene Implantologen. Ein Importlabor für die Krone spart nochmals 30 bis 50 Prozent der Laborkosten. Auch die steuerliche Absetzbarkeit als außergewöhnliche Belastung hilft.

Beginnen Sie mit dem Einholen einer Zweitmeinung und dem Vergleich von mindestens zwei Heil- und Kostenplänen.

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